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IS | PALMYRA

Thank`s Dear Presidents,

Letzter Stand der Dinge – Palmyra ist in die Hand des mörderischen IS gefallen. Was jetzt kommt, konnte man voraus sehen. Die Außen- und Kriegs-Politik der Amerikanischen Präsidenten, kann man nur als gescheitert, bis desaströs bezeichnen.

Dass für die noch vor Ort lebenden Bewohner dieser antiken Stadt, nun ein Regime der Angst, Verzweiflung und des Todes anbricht, dürfte nach den Erfahrungen mit dem IS in anderen Regionen, eindeutig sein. Hier gibt es keine Grauzonen mehr und ein Strom von Flüchtlingen wird sich auf weite Teile Syriens ergießen.

Dass nicht nur die Lebenden sozusagen „Under Pressure“ geraten, sondern auch die Zeitzeugen vergangener Epochen, dürfte momentan nur zweitrangig sein. Ob es jemals zu einer Aufarbeitung von zerstörten Kult-Stätten und Historischen Gebäuden kommen wird, darf ernsthaft bezweifelt werden.

Eigentlich war es vorhersehbar, dass wenn der IS eroberte Gebiete wieder räumen muss, dieser woanders hin ausweichen würde. Strategisch sind solche Sandkasten-Operationen im Amerikanischen Oberkommando sicher durchgespielt worden. Und doch wurde die tatsächliche Kampfkraft der Irakischen Armee wieder einmal falsch eingeschätzt.

Und dieses Mal liegt es nicht nur an der geringen Kampfkraft der Irakischen Armee, sondern vor allem an den politischen Gegebenheiten in dieser Region. Eigentlich hätten sich die Amerikaner nur die News aus der Region im TV ansehen müssen, um mehr Verständnis für die tatsächliche Lage aufzubringen.

Bei diesem Asymmetrischen Bürgerkrieg, gibt es keine klare Fronten mehr. Wenn man sich die Kampf-Videos aus dieser Region im Web ansieht, dann muss man feststellen, dass es nirgendwo auf der Welt soviele verschiedene Brigaden, Abzeichen und örtliche Kämpfer gibt, wie derzeit in Syrien und dem Irak. Bewaffnet, Bezahlt und irgend einem Scheich aus der Gegend verpflichtet, kämpft “Jeder gegen Jeden”.

Die ach so wirksamen Luftschläge der Koalition Williger ist eine Farce und dient nur zur eigenen Beruhigung, etwas gegen den selbst erschaffenen Wahnsinn zu tun. Die USA steht vor den Außenpolitischen Scherben ihrer Politik im Nahen Osten. Der falsche Freund (Saudiarabien), die falsche Taktik (IS) und die Ohnmacht (keine Truppen am Boden) deutet auf ein Szenario hin, dass auch durch massiven Einsatz aus der Luft kaum in den Griff zu bekommen ist.

Zwei der wichtigsten Länder wurden unter fadenscheinigen Umständen nicht nur Warlords überlassen, sondern deren Zerstörung wurde aktiv und massiv gefördert, ohne das Gespür für die Historischen und Örtlichen Gegebenheiten. Dass sich die Bevölkerungen nur aus den Umklammerungen der jeweiligen Diktatoren (von den USA immer gefördert) lösen wollten, täuscht nicht darüber hinweg, dass die moralische Schuld fast ausschließlich bei den USA liegt.

Sollte man Schlüsse aus dem derzeitigen Desaster ziehen müssen, dann sollte man sich wünschen, dass man den USA in Zukunft nicht mehr allein die Möglichkeit des Militärischen Eingreifens geben dürfte, schon allein wegen derer Unfähigkeit die Realität und deren Folgen bewerten zu können. Dass dies zu meinen Lebzeiten nur ein Wunsch bleiben wird, ist der traurige, aber realistische Teil zur Akzeptanz der zukünftigen Geschehnisse in dieser Region. Meine Empathie ist mit den Millionen Flüchtlingen, die derzeit gar nicht wissen, wie ihnen geschieht.

T.Wimmer

(Gast-Autor)

Morgen ist es wieder soweit …

Meine Aufenthaltsgenehmigung muss wieder mal verlaengert werden. Warum euch das interessieren soll? Na weil ihr mir alle die Daumen druecken muesst. Bitteeeee.. Das hat die letzten Male ziemlich gut funktioniert, und somit hat’s auch geklappt. Ich zaehle auf euch. Will naemlich wieder mal mehr als nur sechs Monate bekommen.

beste Gruesse,

euer Phil